Eisbereiter für die Gastronomie: Welche Eisform brauchen Sie wirklich?
Eis ist nicht gleich Eis – zumindest nicht in der Gastronomie. Ob Hotelbar, Cocktaillounge, Fischtheke oder Krankenhaus: Je nach Einsatzzweck brauchen Sie eine ganz bestimmte Eisform. Und die Wahl des richtigen Eisbereiters hat direkten Einfluss auf Qualität, Effizienz und Kundenzufriedenheit.
Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die gängigen Eisformen und hilft Ihnen, den passenden Eisbereiter für Ihren Betrieb zu finden.
Vollwürfel: Der Klassiker für Getränke
Klare, feste Eiswürfel – das ist der Standard in Bars und Restaurants. Vollwürfel schmelzen langsam und verwässern Getränke kaum. Sie eignen sich perfekt für Softdrinks, Longdrinks und gehobene Cocktails.
Ideal für: Bars, Restaurants, Hotels, Eventcatering.
Empfohlene Geräte: Hoshizaki Eiswürfelbereiter oder Manitowoc Würfeleisbereiter. Hoshizaki ist bekannt für besonders klare, harte Eiswürfel dank des patentierten Gefriersystems.
Hohlkegel und Hohlwürfel: Schnell und vielseitig
Hohlkegel- und Hohlwürfeleis ist leichter als Volleis und kühlt Getränke schneller herunter, da die größere Oberfläche mehr Kontakt zur Flüssigkeit hat. Allerdings schmilzt es auch etwas schneller. Für die meisten Gastronomiebetriebe ist das ein guter Kompromiss zwischen Kühlleistung und Eisverbrauch.
Ideal für: Kantinen, Selbstbedienungsbereiche, Imbisse, Schnellrestaurants.
Empfohlene Geräte: Nordcap Hohlkegel-Eisbereiter oder KBS Hohlwürfel-Eisbereiter – erhältlich in luft- und wassergekühlten Varianten.
Flockeneis: Unverzichtbar für Frischetheken
Flockeneis besteht aus feinen, weichen Eisflocken und ist die erste Wahl für die Präsentation von Fisch, Meeresfrüchten und Frischfleisch. Es schmiegt sich perfekt an die Ware an, kühlt gleichmäßig und sieht in der Auslage ansprechend aus. Auch in der Lebensmittelverarbeitung – etwa beim Mischen von Teig oder der Wurstproduktion – wird Flockeneis eingesetzt, um die Temperatur kontrolliert niedrig zu halten.
Ideal für: Fischgeschäfte, Supermärkte, Bäckereien, Fleischereien, Labore.
Empfohlene Geräte: Brema Flockeneisbereiter oder Hoshizaki Flockeneisbereiter. Für größere Produktionsmengen bieten Icematic und Manitowoc leistungsstarke Modelle mit separatem Vorratsbehälter.
Nuggeteis: Der Trend aus der Getränkewelt
Nuggeteis – auch „Chewable Ice“ genannt – hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trend entwickelt. Die kleinen, weichen Eisstücke sind kaubar und besonders beliebt bei Smoothies, Slushies und Bubble Tea. Auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird Nuggeteis geschätzt, da es leicht zu kauen ist und die Flüssigkeitsaufnahme erleichtert.
Ideal für: Bubble-Tea-Shops, Smoothie-Bars, Gesundheitseinrichtungen.
Empfohlene Geräte: Hoshizaki Nugget-Eisbereiter oder Brema Nuggeteisbereiter.
Scherbeneis: Für den industriellen Einsatz
Scherbeneis wird in dünnen, flachen Stücken produziert und eignet sich besonders für den Transport und die Kühlung großer Warenmengen. In der Fischerei, im Großhandel und in der Lebensmittellogistik ist Scherbeneis der Standard.
Ideal für: Fischgroßhandel, Logistik, industrielle Lebensmittelverarbeitung.
Empfohlene Geräte: Brema Scherbeneisbereiter oder Manitowoc Scherbeneisbereiter.
Luft- oder wassergekühlt? Eine wichtige Entscheidung
Bei der Wahl des Eisbereiters steht neben der Eisform auch die Frage der Kühlung im Raum:
Luftgekühlte Modelle sind einfacher zu installieren, brauchen keinen Wasseranschluss für die Kühlung und verursachen geringere Betriebskosten. Allerdings geben sie Wärme an den Raum ab und benötigen eine gute Belüftung.
Wassergekühlte Modelle arbeiten leiser und sind unabhängig von der Raumtemperatur. Sie eignen sich besonders für schlecht belüftete Räume oder Standorte mit hoher Umgebungstemperatur. Allerdings verbrauchen sie zusätzliches Wasser.
Wie viel Eis brauchen Sie pro Tag?
Die benötigte Eismenge hängt stark vom Betriebstyp ab. Als Faustregel gelten folgende Richtwerte:
Ein Restaurant rechnet mit etwa 0,5 kg Eis pro Gast. Eine Bar benötigt rund 1 kg pro Gast. Ein Hotel kalkuliert mit 2 bis 5 kg pro Zimmer und Tag. Eine Fischtheke braucht 1 bis 2 kg pro Meter Auslage und Tag.
Bedenken Sie auch Spitzenzeiten: An heißen Sommertagen oder bei Veranstaltungen kann der Bedarf um das Doppelte steigen. Ein ausreichend dimensionierter Vorratsbehälter schafft hier den nötigen Puffer.
Wartung nicht vergessen
Eisbereiter produzieren ein Lebensmittel – entsprechend hoch sind die Hygieneanforderungen. Regelmäßige Reinigung und Entkalkung sind Pflicht. Die meisten Hersteller empfehlen eine professionelle Wartung alle sechs Monate. Verwenden Sie ausschließlich vom Hersteller freigegebene Reinigungsmittel und achten Sie auf ein geeignetes Wasserfiltersystem, um Kalkablagerungen von vornherein zu reduzieren.
Fazit: Die Eisform bestimmt das Gerät
Bevor Sie einen Eisbereiter kaufen, klären Sie zunächst, welche Eisform Sie tatsächlich brauchen. Erst dann spielen Kapazität, Kühlart und Budget eine Rolle. Und wenn Sie unsicher sind: Sprechen Sie mit uns. Wir kennen die Geräte nicht nur aus dem Katalog, sondern haben sie jahrelang selbst gewartet und repariert.
Beratung gewünscht? Rufen Sie uns an unter 030 515 6591 60 – wir finden den passenden Eisbereiter für Ihren Betrieb.
